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5. Mai 2013: Flughunde

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Marcel Beyer auf SWR2 um 18:20 Uhr.

30. Juni 2013: Onno Viets und der Irre vom Kiez

Um 21:05 Uhr auf NDR Info: Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Frank Schulz mit meiner Hörspielmusik

7./8. Oktober 2013: Pasted im WDR

Das Feature Pasted! Wir sind die Zukunft der Musik wird am 7.10. um 23:05 Uhr auf WDR3 und am 8.10. um 23:00 Uhr auf 1Live gesendet


Radiokunst

A Pot Calling The Kettle Black

Eine Komposition für den Relaunch der Webseite SilenceRadio.org am 1. Mai 2010
Länge: 10:14 min.
Gesang: Almut Kühne


Im März 2010 bat mich das Belgische Internetradio SilenceRadio.org um eine Komposition anlässlich der Neugestaltung und Wiedereröffnung ihrer Webseite. Mich interessierte zu der Zeit vor allem, wie sich Klänge in anderen Klängen spiegeln können und wie die Bedeutungen, auf die Klänge verweisen, sich verschieben, wenn diese Klänge in einen anderen Kontext gestellt werden. Der Titel des Stückes – „A Pot Calling The Kettle Black“ – ist ein altes englisches Sprichwort, das schon von Shakespeare und Cervantes verwendet wurde und bis heute in abgewandelter Form dazu dient, jemanden als heuchlerisch zu bezeichnen. Das Sprichwort lässt sich wie folgt deuten: Ein Topf ist schwarz von Ruß, weil er auf dem offenen Feuer steht, während ein Kessel auf den Kohlen sauber und glänzend bleibt. Der Topf sieht in der spiegelnden Oberfläche des Kessels die Reflektionen seines eigenen verrußten Erscheinungsbilds und beschuldigt den Kessel, schwarz zu sein, obwohl diese Eigenschaft nur auf ihn selbst zutrifft. In ähnlicher Weise zeigen die Klänge in der Komposition mit dem Finger aufeinander und spiegeln sich in ihren verschiedenen Erscheinungsformen. Das Geschehen ist von der offenen Feuerstelle des Mittelalters in einen Haushalt der Gegenwart verlegt und die meisten Klänge haben mit ganz alltäglichen Handlungen in der Küche zu tun: ein Spiegelei braten, Mineralwasser trinken, Teewasser aufsetzen oder das Geschirr waschen. Die Geräusche von Wasser und Feuer, des Erhitzens und Verbrennens, des Eintauchens und Abtropfens erscheinen in vielfältigen Abstufungen. Orchestriert werden die Klänge von einer Frau, die durch ihr Tun in der Küche zu stimmlichen Experimenten angeregt wird. Die Haushaltsgeräusche verwandeln sich in abstraktere Klangwelten, die vielleicht ihrer Imagination oder Erinnerung entspringen, aber vielleicht auch nur freigesetzte Klänge sind, die sich von ihrer chemischen Bindung an eine Bedeutung gelöst haben und sich im Zustand der Erhitzung zu neuen molekularen Gebilden zusammenfügen.




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