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26. Jan. 2014: Onno Viets und der Irre vom Kiez

DIe Ausstrahlung des Hörspiels nach dem gleichnamigen Roman von Frank Schulz auf NDR info mit meiner Hörspielmusik. Am 4. Feb. wird das Hörspiel auch im Hamburger Planetarium zu hören sein.

26. Feb. 2014: Pasted! in MDR Figaro und kulturradio vom rbb

Das Feature Pasted! Wir sind die Zukunft der Musik wird am 26. Februar 2014 um 22 Uhr auf MDR Figaro und um 22:04 Uhr auf kulturradio vom rbb gesendet.

24. März 2014: räuber.schuldengenital

Hörspiel von Ewald Palmetshofer um 23.05 Uhr auf WDR3

30. März 2014: Flughunde

Deutschlandradio Kultur sendet um 18:30 Uhr das Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Marcel Beyer


Radiokunst

A Pot Calling The Kettle Black

Eine Komposition für den Relaunch der Webseite SilenceRadio.org am 1. Mai 2010
Länge: 10:14 min.
Gesang: Almut Kühne


Im März 2010 bat mich das Belgische Internetradio SilenceRadio.org um eine Komposition anlässlich der Neugestaltung und Wiedereröffnung ihrer Webseite. Mich interessierte zu der Zeit vor allem, wie sich Klänge in anderen Klängen spiegeln können und wie die Bedeutungen, auf die Klänge verweisen, sich verschieben, wenn diese Klänge in einen anderen Kontext gestellt werden. Der Titel des Stückes – „A Pot Calling The Kettle Black“ – ist ein altes englisches Sprichwort, das schon von Shakespeare und Cervantes verwendet wurde und bis heute in abgewandelter Form dazu dient, jemanden als heuchlerisch zu bezeichnen. Das Sprichwort lässt sich wie folgt deuten: Ein Topf ist schwarz von Ruß, weil er auf dem offenen Feuer steht, während ein Kessel auf den Kohlen sauber und glänzend bleibt. Der Topf sieht in der spiegelnden Oberfläche des Kessels die Reflektionen seines eigenen verrußten Erscheinungsbilds und beschuldigt den Kessel, schwarz zu sein, obwohl diese Eigenschaft nur auf ihn selbst zutrifft. In ähnlicher Weise zeigen die Klänge in der Komposition mit dem Finger aufeinander und spiegeln sich in ihren verschiedenen Erscheinungsformen. Das Geschehen ist von der offenen Feuerstelle des Mittelalters in einen Haushalt der Gegenwart verlegt und die meisten Klänge haben mit ganz alltäglichen Handlungen in der Küche zu tun: ein Spiegelei braten, Mineralwasser trinken, Teewasser aufsetzen oder das Geschirr waschen. Die Geräusche von Wasser und Feuer, des Erhitzens und Verbrennens, des Eintauchens und Abtropfens erscheinen in vielfältigen Abstufungen. Orchestriert werden die Klänge von einer Frau, die durch ihr Tun in der Küche zu stimmlichen Experimenten angeregt wird. Die Haushaltsgeräusche verwandeln sich in abstraktere Klangwelten, die vielleicht ihrer Imagination oder Erinnerung entspringen, aber vielleicht auch nur freigesetzte Klänge sind, die sich von ihrer chemischen Bindung an eine Bedeutung gelöst haben und sich im Zustand der Erhitzung zu neuen molekularen Gebilden zusammenfügen.




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