Musik für das Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Wolfgang Herrndorf. Produziert 2011 vom NDR, mit Julian Greis, Constantin von Jascheroff, Effi Rabsilber, Stephan Schad, Ulrike Grote u.a. Regie: Iris Drögekamp
 

 

Aus der Programmankündigung:

„Tschick“, der Abenteuer- und Pubertätsroman des Berliner Schriftstellers Wolfgang Herrndorf, war der literarische Überraschungserfolg des vergangenen Jahres. Jetzt hat der NDR unter der Regie von Iris Drögekamp ein 84-minütiges Hörspiel aus dem Beststeller gemacht.

„Er war so mittelgroß. Trug ein schmuddliges weißes Hemd, Zehn-Euro-Jeans und braune Schuhe, die aussahen wie tote Ratten.“

Lehrer: „Unser Freund Andrej kommt aus einer deutschstämmigen Familie, aber seine Muttersprache ist Russisch. Er ist ein großer Formulierer, wie wir sehen, aber er hat die deutsche Sprache erst in Deutschland gelernt und verdient folglich unsere Rücksicht in gewissen, naja, Bereichen.“

Andrej Tschichatschow, genannt Tschick, ist der neue Schüler in Maik Klingenbergs achter Klasse. Der Sohn von Spätaussiedlern, die im Marzahner Plattenbau leben, ist klug und gewitzt, aber seine Verhältnisse wirken ein bisschen prekär und mafiös und ziemlich alkoholgetränkt.

Der Ich-Erzähler Maik Klingenberg, gespielt von Julian Greis, ist eine Identifikationsfigur für jeden Jugendlichen und erst recht für alle Älteren, die bei „Tschick“ den sentimentalischen Rückblick auf ihre Tom-Sawyer-Jahre genießen. Maik kommt seinerseits aus wohlstandsverwahrlosten Verhältnissen: Der Vater, ein Immobilienmakler, ist meist mit seiner Assistentin und Geliebten unterwegs, die Mutter auf der Beautyfarm, will sagen: in der Entzugsklinik. Maik ist hoffnungslos verliebt in Tatjana, die Klassenschönste, und Tschick möchte wissen, ob er zu ihrer Party geht.